PM&P stellt internationale Imagestudie über Ostdeutschland vor

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere bei der Vorstellung der Studie in der Landesvertretung Sachsen-Anhalts
Bundesinnenminister Thomas de Maizière bei der Vorstellung der Studie in der Landesvertretung Sachsen-Anhalts in Berlin, Quelle: Fotograf Roger Schorries
Im Auftrag des Bundesbeauftragten für die neuen Bundesländer hat PM&P die bislang größte Imagestudie bei internationalen Investoren durchgeführt und am 22. Oktober 2010 in Berlin der Presse und den Verantwortlichen für Wirtschaftsförderung in Ostdeutschland vorgestellt. Bundesinnenminister Thomas de Maizière sowie Dr. Rainer Haseloff, Wirtschaftsminister in Sachsen-Anhalt, eröffneten die Veranstaltung mit Vorträgen zur wirtschaftlichen Entwicklung Ostdeutschlands. In Podiumsdiskussionen mit Minister Haseloff, dem Finanzdirektor von DELL in Halle, Stefan Knierim, dem US-Journalisten William Boston sowie Vertretern von Wirtschaftsförderungen in Ostdeutschland wurde intensiv über die Erkenntnisse der Untersuchung diskutiert. Die von der gtai in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt organisierte Veranstaltung fand bei zahlreichen Pressevertretern in- und ausländischer Medien große Beachtung. Die Moderation übernahm der Leiter des ARD-Hauptstadtstudios, Jürgen Osterhage.

Der Kern der Studie war eine Befragung von Entscheidern internationaler Investitionen bei Unternehmen aus den USA, Japan, Indien, Großbritannien und der Schweiz. Insgesamt wurden 382 Telefoninterviews à 25 Minuten durchgeführt. Ergänzt wurde die Methodik um eine umfangreiche Medienanalyse, eine Untersuchung der Berichterstattung über Ostdeutschland, sowie eine detaillierte Auswertung der in den letzten fünf Jahren getätigten ausländischen Investitionen an Standorten der neuen Bundesländer.

Andreas Paulicks (PM&P) bei der Präsentation der wichtigsten Erkenntnisse der Studie
Andreas Paulicks (PM&P) bei der Präsentation der wichtigsten Erkenntnisse der Studie, Quelle: Fotograf Roger Schorries
Die Ergebnisse der Studie liefern ein äußerst positives Bild der ausländischen Unternehmen vom Standort Ostdeutschland. Eine besonders positive Wahrnehmung und Bewertung des Wirtschaftsstandorts Ostdeutschland war dabei von Investoren mit tiefergehenden Kenntnissen über Ostdeutschland festzustellen (sog. „Insider“). Deren Bild weicht erheblich ab, von den Urteilen der Entscheider mit geringeren Kenntnissen über Ostdeutschland (sog. „Outsider). Die realitätsnahere Einschätzung der Insider ist ganz offensichtlich erheblich besser als die Bewertung der Outsider. Außerdem zeigen Investoren, die den Standort Ostdeutschland besser kennen auch eine höhere Bereitschaft dort zu investieren.

Michael Hass bei der Podiumsdiskussion mit Wirtschaftsf�rderern
Michael Hass bei der Podiumsdiskussion mit Wirtschaftsförderern: v.l.n.r. Dr. Robert Hermann (Germany Trade & Invest), Dr. Carlhans Uhle (IMG Sachsen-Anhalt), Michael Hass (PM&P), Peter Nothnagel (Wirtschaftsförderung Sachsen), Quelle: Fotograf Roger Schorries
Viele weitere Highlights der Studie wurden vorgestellt, wie Standortpräferenzen von internationalen Investoren, Standortkriterien, Entscheidungsprozesse, Informationsquellen, Investitionsverhalten, ihre Expansionsstrategien und zukünftigen Investitionspläne untergliedert nach Ländern und Sektoren. Allerdings reichte der Zeitrahmen bei weitem nicht aus um alle Ergebnisse darzustellen. Im Umfang und in der Tiefe ist die Studie eine zuverlässige Informationsbasis für eine weitere Optimierung der Maßnahmen, um die Potenziale für noch mehr Auslandsinvestitionen in Ostdeutschland zu erschließen. Den umfangreichen Gesamtbericht über die Studienergebnisse können interessierte Wirtschaftsförderer beim Bundesministerium des Innern, Referat G III 4, anfordern.